Mein Name ist Fish (I’m Reed Fish)
Verfasst von B!zzY am März 30, 2008
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Zusammenfassung In seinem kleinen Heimatnest Mud Meadows ist der junge Reed Fish ein kleiner Star, versorgt er doch, wenn er nicht gerade verschläft oder mit seinem Kumpel Andrew abhängt, die dörfliche Umgebung jeden Morgen mit den neusten Nachrichten und Lebensweisheiten aus der kleinen lokalen Radiostation. Demnächst will Reed außerdem seine langjährige Jugendfreundin Kate heiraten. Doch jetzt, wo die schöne Jill von der Uni zurück kommt und alle mit ihren Songs verzaubert, ist er sich da nicht mehr so sicher. Quelle: kino.de |
Rezension
Die kino.de-Zusammenfassung verspricht nicht sonderlich viel Unterhaltung und zugegebenermaßen bleibt der Humor auch aus, obwohl der Film auf den meisten Kino- und DVD-Seiten nicht nur als „Drama“, sondern auch als „Komödie“ eingestuft wurde. Aber vielleicht habe ich auch nur meinen Sinn für Humor verloren, wer weiß?
Eine Geschichte bei der ein Mann das große Flattern oder besser gesagt Bedenken vor seiner eigenen Hochzeit bekommt, weil eine alte Bekanntschaft erneut sein Leben kreuzt, ist nichts Neues, aber dennoch kann dieses Szenario auf eine gewisse Art und Weise bezaubern.
Bezaubern lässt sich nämlich Reed Fish (Jay Baruchel) von seiner alten Bekanntschaft Jill (Schuyler Fisk), die Reeds Herz nach einem ruhigen Musik-Ständchen in der Dorf-Kneipe zu erobern scheint. Der Abschluss des Abends: ein Kuss und noch mehr Verzweiflung auf Seiten Reeds.
Zweifel vor allem an der Hochzeit und genau dies gesteht er seiner Verlobten Kate, die von niemand anderem als Gilmore Girl-Star Alexis Bledel gespielt wird. Doch dem daraus entstehendem Gespräch mangelt es einfach an Dramatik. Kate bleibt trotz der Situation wirklich sehr gefasst und entscheidet selbstsicherer als Reed, der auf einmal doch wieder heiraten möchte, dass eine Trennung wohl das Beste sei.
Doch wie es nicht anders zu erwarten ist, bleibt eine zweite Chance nicht aus. Allerdings möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen. Ich kann aber so viel sagen, dass genau diese Chance Reed die Augen öffnen lässt…
Wirklich positiv finde ich, dass der im Film gespielte Song „From Where I’m Standing“ auch von Jills Darstellerin, nämlich Schuyler Fisk, stammt. Die zu hörende Stimme gehört damit zu ihr, was das Ganze wesentlich persönlicher wirken lässt.
Negativer finde ich die Art der Darstellung des Films. Damit meine ich nicht die Atmosphäre, sondern die Tatsache, dass die für den Zuschauer gezeigten Szenen Teil eines Projekts sind – nämlich der Verfilmung des Lebens von Reed Fish. Hier wurde also ein „Film-in-Film-Moment“ mit autobiografischem Charakter geschaffen. Doch ein Ende wird im Film nicht gezeigt. Man sieht die Kamera wegblenden, die Bewohner jubeln und Reed macht sich auf den Weg zu einer der beiden jungen Frauen, was dann das tatsächliche Ende des Filmes bildet. Für mich eine absolut unnötige Umsetzung, denn dadurch wirkt die Spielfilmhandlung auch nicht wahrer. Oder ist genau diese Absurdität Teil der satirischen Aussage des Films?
Trailer (Englisch)
Song „From Where I’m Standing“ von Schuyler Fisk
Dieser Eintrag wurde erstellt am März 30, 2008 um 10:36 und ist abgelegt unter Drama. Verschlagwortet mit : Alexis Bledel, Drama, From Where I'm Standing, I'm Reed Fish, Jay Baruchel, Mein Name ist Fish, Schuyler Fisk. Du kannst alle Antworten auf diesen Eintrag mitverfolgen über den RSS 2.0 Feed. Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder Trackback von deiner eigenen Seite.

B!zzY sagte
Was ich vielleicht an dieser Stelle noch einmal sagen sollte:
Am Anfang der Rezension hab ich zwar geschrieben, dass ich nicht wirklich verstehe, wieso dieser Film auch als Komödie eingetragen ist, was aber nicht bedeuten soll, dass es nicht ein paar zum Schmunzeln bringende Momente gibt.
Um einen Film aber Komödie nennen zu können, reichen mir nicht nur ein paar angehaucht humorvolle Szenen – mehrere Gags wären meiner Meinung nach in diesem Film eh unangebracht.